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Die Organisation

Der wachsende Arbeitsaufwand verlangte eine verstärkte Einbindung von städtischen Angestellten in die Tätigkeit der GEWO. Auch daher erfolgte bis 1954 eine Umstrukturierung der GEWO und eine weitgehende Herausnahme ihrer Geschäfte aus dem regulären Betrieb der Stadtverwaltung. Hierzu gehörte zunächst die Auflösung der Personalunion zwischen Gesellschafter und Aufsichtsrat im Februar 1952. Der neue siebenköpfige Aufsichtsrat - vorwiegend aus Vertretern des Stadtrates und der Verwaltung - unterstützte die Geschäftsführung bei der Überwachung der Bautätigkeit, bei Fragen der Finanzierung und bei der Auftragsvergabe. Es bürgerte sich ein, dass zumindest ein Vertreter der Stadtkämmerei im Gremium vertreten war. Gleichfalls gehörte bis 1963 ein Vertreter des Stadtbauamtes als Berater dem Aufsichtsrat an, denn bis 1959 besaß die GEWO keine eigene technische Abteilung. Alle Bauvorhaben wurden bis dahin zur Planung und Bauausführung an Speyerer Architekten vergeben. Schließlich wurde 1953 in Carl-Heinz Josse ein hauptamtlicher Geschäftsführer bestellt, der ein Jahr später mit Ludwig Schön einen nebenamtlichen Kollegen bekam. Zwei Angestellte sorgten ab 1954 für die Buchhaltung und die Mieterbetreuung: Karl Kornmann, der schon seit 1951 für die Gesellschaft tätig war, und Christel Sohn, die dem Unternehmen 44 Jahre bis 1997 treu blieb. Die Wohnungszahl der GEWO stieg und mit ihr wuchs der Arbeitsaufwand. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich bis 1960 auf 18, davon waren sechs für die Gartenpflege und kleinere Reparaturen zuständig. Den zehn in der Verwaltung tätigen Angestellten wurde 1960 die Buchhaltung durch die Anschaffung einer Buchungsmaschine wesentlich erleichtert. 1961 schied Ludwig Schön aus der Geschäftsleitung aus, da er zum Oberbürgermeister von Bad Dürkheim gewählt worden war. Somit war seit April 1961 Carl-Heinz Josse alleiniger Geschäftsführer. Im gleichen Jahr reduzierte sich die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder von sieben auf sechs. Bereits 1966 erfolgte allerdings durch die Gesellschafter eine Aufstockung auf neun Aufsichtsratssitze. Da die Aufsichtsratsmitglieder den Fraktionen des Speyerer Stadtrates angehörten, wurde durch die Erhöhung dem Anspruch der im Rat vertretenen Parteien auf Mitsprache entsprochen. 1968 fand in Speyer ein Generationenwechsel statt. Während auf politischer Ebene Dr. Christian Roßkopf Nachfolger von Oberbürgermeister Dr. Paulus Skopp wurde, übernahmen nach dem Rücktritt von Carl-Heinz Josse Gerhard Klemke den technischen und Karl Kornmann den kaufmännischen Part in der Geschäftsleitung der GEWO. Karl Kornmann bekleidete bis 1984 dieses Amt. Danach führte Gerhard Klemke alleine die Geschicke der Gesellschaft weiter. 1995 erfolgte wiederum ein "doppelter" Wechsel. Werner Schineller wurde zum Nachfolger von Dr. Roßkopf als Oberbürgermeister der Stadt Speyer gewählt. Nur wenige Monate später traten Alfred Böhmer im kaufmännischen und Heinz-Jürgen Stäudtner im technischen Bereich die Nachfolge von Gerhard Klemke als Geschäftsführer der GEWO an. Seit 1995 gehört nach einem Stadtratsbeschluss der Oberbürgermeister der Stadt Speyer per definitionem dem neunköpfigen Aufsichtsrat als Vorsitzender an. Mit der kontinuierlichen Ausweitung der Geschäftstätigkeit vergrößerte sich auch die Zahl der Beschäftigten. Waren 1969 noch 24 Angestellte und Arbeiter bei der GEWO tätig, ist die Zahl der Beschäftigten auf 39 gestiegen.